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Personenbezogene Leistungen
für psychisch kranke seelisch behinderte Menschen ASP

Diese ambulante Maßnahme wird bei dem zuständigen Grundsicherungsamt mit dem „Antrag auf Übernahme der Kosten ASP“ gestellt, wenn das 21. Lebensjahr vollendet ist und eine psychische Erkrankung vorliegt oder die Person von psychischer Erkrankung bedroht ist.
Das Ziel dieser ASP Maßnahme ist es, den psychisch kranken/ seelisch behinderten Menschen pädagogisch darin individuell zu unterstützen, in der eigenen Wohnung selbstständig leben zu können und dadurch einen stationären/ teilstationären Aufenthalt in einem Krankenhaus, einem Wohnheim oder einer anderen Institution zu vermeiden.
(Weitergehende Informationen sind in den aktuellen „Globalrichtlinien ASP“ und den „Konkretisierungen ASP“ im Internet zu finden.)

Unsere Leistungen basieren auf personenbezogene Hilfen,
die dem betroffenen Menschen unter anderem

  • bei der persönlichen und individuellen Entwicklung zur Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit, zur Stärkung der Persönlichkeit
  • bei der Bewältigung von Alltagsproblemen und schwierigen Lebenssituationen
  • bei der Sicherheit im Umgang mit der psychischen Erkrankung/ Behinderung
  • bei der Gesundheitsvorsorge und Arztterminen
  • bei Krisensituationen
  • bei der Gestaltung des sozialen und familiären Umfeldes
  • bei Behördenangelegenheiten oder der Schuldenregulierung
  • bei der Arbeitssuche oder schulischen Qualifikation
  • bei Wohnungsangelegenheiten
  • bei der Einrichtung einer gewünschten rechtlichen Betreuung
  • bei der Vermittlung ergänzender Leistungen
  • bei der eigenen Mobilität
  • bei Freizeitaktivitäten

in Form von Beratung, Motivierung, Begleitung oder Anleitung individuell auf die Bedürfnisse und eigenen Ressourcen abgestimmt unterstützen.

Voraussetzungen

Um eine Eingliederungsmaßnahme nach §§ 53/ 54 SGB XII beantragen zu können, sind je nach Art der Maßnahme (ASP, PBW, WA) bestimmte Voraussetzungen zu klären.
Die betroffene Person muss zu dem Personenkreis der psychisch kranken/ seelisch behinderten Menschen gehören, bzw. es liegt eine geistige Behinderung oder eine Behinderung durch ein hirnorganisches Psychosyndrom vor, die durch den zuständigen Sozialpsychiatrischen Dienst des Gesundheitsamtes festgestellt wird. Das Verfahren kann positiv unterstützt werden, wenn schon vorhandene Diagnosen in Form von Arztberichten, Entlassungsberichten oder Gutachten dem Gesundheitsamt vorgelegt werden. Bei der Vorlage des Feststellungsbescheides eines Schwerbehindertenausweises des Versorgungsamtes, geben die Diagnosen Aufschluss über die vorliegende Erkrankung bzw. Behinderung.

Die Voraussetzungen für die Übernahme der gesamten Kosten der Maßnahme sind entweder ein geringes Einkommen, die Person lebt von Hartz IV Leistungen und / oder Erwerbsunfähigkeitsrente (EU) oder bezieht aufstockende Leistungen durch die Arge neben dem Einkommen. Ebenfalls wird ein eventuelles Vermögen geprüft, welches zur eigenen Kostenübernahme der Maßnahme führen kann. Bei einer bestehenden Bedarfsgemeinschaft wird das gesamte Einkommen/ Leistungen der Berechnung durch das Grundsicherungsamt zu Grunde gelegt.

Eine weitere Voraussetzung ist das Führen eines eigenen Haushaltes, aber auch die Ablösung aus dem Elternhaus, mit dem Ziel in eine eigene Wohnung zu ziehen, wird als Voraussetzung anerkannt.
Bei einer nicht mehr erforderlichen stationären Unterbringung kann die erworbene Fähigkeit für eine selbstständige Lebensführung in einer eigenen Wohnung ebenfalls die Voraussetzungen für eine Eingliederungsmaßnahme erfüllen.

Antragsverfahren

Der „Antrag auf Kostenübernahme“ kann direkt von der betroffenen Person oder einem rechtlichen Betreuer an das zuständige Grundsicherungsamt gestellt werden. Sinnvoll ist es, vorliegende Arztberichte oder Gutachten, aus denen die Erkrankung hervorgeht, in einem verschlossenen Umschlag diesem Antrag zur Vorlage für das Fachamt Eingliederungshilfe beizulegen.
Das Grundsicherungsamt leitet in der Regel die Unterlagen an den Sozialpsychiatrischen Dienst des Gesundheitsamtes weiter, der als Voraussetzung einer Maßnahme die Zugehörigkeit zum Personenkreis nach § 53 SGB XII prüft. Hier kann ein Termin für ein persönliches Gespräch vergeben werden, wobei die betroffene Person eine Begleitung ihrer Wahl mitnehmen kann.
Parallel bekommt der Antragsteller eine „Checkliste“ vom Grundsicherungsamt zugesendet, die die Wirtschaftlichkeit darstellen soll.
Ist die Zugehörigkeit festgestellt, wird ein Gespräch beim Fachamt Eingliederungshilfe mit dem Antragsteller terminiert, in dem ein Gesamtplan erstellt wird. Bei dieser Gesamtplankonferenz werden die benötigten Wochenstunden sowie die erforderlichen Hilfen mit der betroffenen Person erörtert und dokumentiert. Das Fachamt Eingliederungshilfe stellt die Befürwortung einer Eingliederungshilfemaßnahme aus, die für das Grundsicherungsamt als bindend angesehen wird.
Die Bewilligung für eine beantragte Maßnahme wird vom Grundsicherungsamt direkt an den Antragsteller gesendet. In der Regel wird bei einem Erstantrag die Bewilligungszeit für 6 Monate ausgesprochen, bei einem Folgeantrag kann auch für 12 Monate eine Bewilligung vergeben werde.

Gerne stehen wir für weitere Fragen zur Verfügung
und helfen bei der Antragstellung