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Wohnassistenz (WA)

Wohnassistenz ist eine ambulante Maßnahme, die bei dem zuständigen Grundsicherungsamt mit dem „Antrag auf Übernahme der Kosten WA“ gestellt wird. Als Voraussetzung muss eine Volljährigkeit und eine wesentlich geistige Behinderung oder eine körperliche Behinderung wie z.B. hirnorganisches Psychosyndrom vorliegen.
Das Ziel dieser WA Maßnahme ist es, den behinderten Menschen durch praktische Unterstützung individuell zu helfen, um ein weitestgehend selbstständiges Leben in der eigenen Wohnung führen zu können. Hierdurch soll eine stationäre Wohnform vermieden werden und durch organisatorische und koordinierende Hilfeleistungen die Selbstständigkeit, die Mobilität am Wohnort, die Gestaltung der sozialen Kontakte sowie des Arbeitsumfeldes und die Freizeitgestaltung gefördert werden. Hierbei können auch aktuelle Tätigkeiten übernommen werden, wenn dadurch das selbstständige Leben in der eigenen Wohnung sichergestellt werden kann.

(Weitergehende Informationen sind in den aktuellen „Globalrichtlinien WA“ und den „Konkretisierungen WA“ im Internet zu finden.)

Unsere Leistungen basieren auf personenbezogene Hilfen, die die vorhandenen Ressourcen der behinderten Menschen mit berücksichtigen. Dabei steht die praktische Unterstützung, aber auch bei Bedarf die laufende Übernahme von Tätigkeiten für den behinderten Menschen im Vordergrund, um das selbstständige Leben in der eigenen Häuslichkeit sicher zu stellen.

Wohnassistenz ist eine lebenspraktisch ambulante Unterstützung in den Bereichen

  • Aktivitäten des täglichen Lebens,
  • Umgang mit Behörden und anderen Institutionen
  • Alltagsbewältigung
  • Bewältigung von Krisensituationen
  • Tages- und Kontaktgestaltung
  • Mobilität
  • Bildung und Arbeit

Durch Gruppenangebote können mehrere behinderte Menschen gemeinsam gefördert werden, wenn eine räumliche Nähe besteht und die Maßnahme sinnvoll erscheint.

Voraussetzungen

Um eine Eingliederungsmaßnahme nach §§ 53/ 54 SGB XII beantragen zu können, sind je nach Art der Maßnahme (PPM, PBW, WA) bestimmte Voraussetzungen zu klären.
Die betroffene Person muss zu dem Personenkreis der psychisch kranken/ seelisch behinderten Menschen gehören, bzw. es liegt eine geistige Behinderung oder eine Behinderung durch ein hirnorganisches Psychosyndrom vor, die durch den zuständigen Sozialpsychiatrischen Dienst des Gesundheitsamtes festgestellt wird. Das Verfahren kann positiv unterstützt werden, wenn schon vorhandene Diagnosen in Form von Arztberichten, Entlassungsberichten oder Gutachten dem Gesundheitsamt vorgelegt werden. Bei der Vorlage des Feststellungsbescheides eines Schwerbehindertenausweises des Versorgungsamtes, geben die Diagnosen Aufschluss über die vorliegende Erkrankung bzw. Behinderung.

Die Voraussetzungen für die Übernahme der gesamten Kosten der Maßnahme sind entweder ein geringes Einkommen, die Person lebt von Hartz IV Leistungen und oder Erwerbsunfähigkeitsrente (EU) oder bezieht aufstockende Leistungen durch die Arge neben dem Einkommen. Ebenfalls wird ein eventuelles Vermögen geprüft, welches zur eigenen Kostenübernahme der Maßnahme führen kann. Bei einer bestehenden Bedarfsgemeinschaft wird das gesamte Einkommen/ Leistungen der Berechnung durch das Grundsicherungsamt zu Grunde gelegt.

Eine weitere Voraussetzung ist das Führen eines eigenen Haushaltes, aber auch die Ablösung aus dem Elternhaus, mit dem Ziel in eine eigene Wohnung zu ziehen, wird als Voraussetzung anerkannt.
Bei einer nicht mehr erforderlichen stationären Unterbringung kann die erworbene Fähigkeit für eine selbstständige Lebensführung in einer eigenen Wohnung ebenfalls die Voraussetzungen für eine Eingliederungsmaßnahme erfüllen.

Antragsverfahren

Der „Antrag auf Kostenübernahme“ kann direkt von der betroffenen Person oder einem rechtlichen Betreuer an das zuständige Grundsicherungsamt gestellt werden. Sinnvoll ist es, vorliegende Arztberichte oder Gutachten, aus denen die Erkrankung hervorgeht, in einem verschlossenen Umschlag diesem Antrag zur Vorlage für das Fachamt Eingliederungshilfe beizulegen.
Das Grundsicherungsamt leitet in der Regel die Unterlagen an den Sozialpsychiatrischen Dienst des Gesundheitsamtes weiter, der als Voraussetzung einer Maßnahme die Zugehörigkeit zum Personenkreis nach § 53 SGB XII prüft. Hier kann ein Termin für ein persönliches Gespräch vergeben werden, wobei die betroffene Person eine Begleitung ihrer Wahl mitnehmen kann.
Parallel bekommt der Antragsteller eine „Checkliste“ vom Grundsicherungsamt zugesendet, die die Wirtschaftlichkeit darstellen soll.
Ist die Zugehörigkeit festgestellt, wird ein Gespräch beim Fachamt Eingliederungshilfe mit dem Antragsteller terminiert, in dem ein Gesamtplan erstellt wird. Bei dieser Gesamtplankonferenz werden die benötigten Wochenstunden sowie die erforderlichen Hilfen mit der betroffenen Person erörtert und dokumentiert. Das Fachamt Eingliederungshilfe stellt die Befürwortung einer Eingliederungshilfemaßnahme aus, die für das Grundsicherungsamt als bindend angesehen wird.
Die Bewilligung für eine beantragte Maßnahme wird vom Grundsicherungsamt direkt an den Antragsteller gesendet. In der Regel wird bei einem Erstantrag die Bewilligungszeit für 6 Monate ausgesprochen, bei einem Folgeantrag kann auch für 12 Monate eine Bewilligung vergeben werde.

Gerne stehen wir für weitere Fragen zur Verfügung
und helfen bei der Antragstellung.